3/19/2011

Cubase

Cubase ist ein MIDI-Sequenzer und digitales Audiobearbeitungsprogramm und wird von der Firma Steinberg seit 1989 entwickelt. Ein weiterer oft gebrauchter Ausdruck für Software dieser Art ist „Audio/MIDI-Sequenzer“ oder „DAW“.

Die Software wird häufig in Tonstudios eingesetzt, aber auch in kleinen, privaten Heimstudios hat sie ihren Platz gefunden. Cubase oder Nuendo bilden dort meist die Zentrale einer Produktionsumgebung. Das wesentlich teurere Nuendo bietet – neben allen Features von Cubase – noch erweiterte Funktionen für die Synchronisation zu Filmmaterial und wird daher für die Video-Nachbearbeitung, aber auch für reine Musikaufnahmen verwendet. Um sinnvoll arbeiten zu können, benötigt der Rechner, auf dem Cubase läuft, Schnittstellen nach außen. Für die Aufnahme und Wiedergabe von Audiomaterial wird eine Sound- oder Audiokarte, möglichst mit schnellem ASIO-Treiber, benötigt. Für die Aufnahme von MIDI-Daten muss ein entsprechendes Interface am Rechner angeschlossen sein. Über MIDI können dann externe Klangerzeuger (z. B. Synthesizer) sowie MIDI-Eingabegeräte (in der Regel Klaviatur/Keyboard, aber auch MIDI-Gitarre, MIDI-Controller o. ä.) verbunden sein.

Ursprünglich war Cubase als Werkzeug konzipiert, mit dem ausschließlich MIDI-Daten aufgenommen, bearbeitet und abgespielt werden konnten. Außerdem war – zumindest in den teureren Versionen – die Aufbereitung der Daten als gedruckte Notation möglich. Funktionen zur Aufnahme von Audio wurden später hinzugefügt und schließlich mit Einführung der VST-Schnittstelle erweitert. Cubase wurde zunächst für den Atari ST geschrieben und später auf den Apple Macintosh und Microsoft Windows portiert. Für die zuletzt genannten Betriebssysteme ist Cubase bis heute erhältlich, und damit eines der wenigen Programme seiner Art, das nach wie vor plattformübergreifend verfügbar ist.

Die Cubase SX-Familie (Cubase SX, Cubase SL, Cubase SE, Nuendo) nutzt DirectMusic, einen Bestandteil von DirectX, für die MIDI-Kommunikation. Steinberg entwickelte darüber hinaus eine eigene Technologie namens LTB, bei der MIDI-Daten mit Zeitstempeln versehen werden, und vom intelligent programmierten MIDI-Interface zum exakt richtigen Zeitpunkt an die angeschlossenen MIDI-Klangerzeuger ausgeliefert werden. Dadurch ist mit Cubase VST 5.x und den Programmen der Cubase „S“ und Cubase „4“ und „5“-Familie ein äußerst genaues MIDI-Timing erreichbar. LTB funktioniert allerdings nur mit den von Steinberg vertriebenen MIDI-Interfaces Midex3 und Midex8, deren Produktion allerdings bereits 2003 eingestellt wurde.

So gut wie alle Versionen von Cubase benutzen, um eine unberechtigte Weitergabe der Programme zu unterbinden, Dongles als Kopierschutz, was manchmal zu technischen Problemen führt. Bis Cubase VST 5.1 wurden die Kopierschutzstecker an den Druckerport LPT angeschlossen. Seit der Cubase SX, SL und SE -Reihe sowie Nuendo werden USB-Dongles der deutschen Firma Syncrosoft benutzt. Da neuere Rechner keinen Druckerport mehr haben, ist zur Weiternutzung einer früheren Cubase-Version auf einem neueren Rechner die Übertragung der Lizenz vom Druckerport-Dongle auf einen (im Handel erhältlichen) Steinberg-USB-Dongle erforderlich und bei Nutzung einer Software der Firma Syncrosoft auch problemlos möglich. Seit 2008 ist diese Technologie unter dem Begriff eLicenser im Besitz von Steinberg Media Technologies GmbH. Obwohl die älteren Cubase-Versionen die Vorteile der neuen Betriebssysteme Windows XP und Vista nicht nutzen, sind sie dennoch auf diesen Betriebssystemen lauffähig. Das trifft auch auf Vista Ultimate 64bit zu.

Für den Heimgebrauch gibt es jeweils eine günstigere Version. Bei Cubase VST hieß sie noch Cubasis, in der folgenden Cubase SX-Familie gab es Cubase SL oder Cubase SE. Bezüglich der Dateiformate herrscht generell Aufwärtskompatibilität. Das bedeutet: Ein mit einer der kleinen Cubase-Versionen erstelltes Projekt lässt sich auch in den großen Versionen (Cubase SX, Nuendo) problemlos öffnen, allerdings gilt dies in den meisten Fällen nicht umgekehrt. Seit der Versionsreihe Cubase 4 (Cubase Essential 4, Cubase Studio 4 und Cubase 4, Nuendo 4) lassen sich allerdings die alten Dateiformate der „VST“-Produktreihe und deren Vorläufer nicht mehr öffnen. Seit Januar 2011 ist die Produktreihe Cubase 6 auf dem Markt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Cubase

No comments:

Post a Comment