Die Wachswalze, auch Wachszylinder genannt, ist ein altes Medium zur Tonaufzeichnung. Im Jahr 1888 von Thomas Alva Edison entwickelt, konnten auf ihr bereits mehrere Minuten Ton aufgespielt werden. Durch die Entwicklung der Langspielplatte, der Schelllackplatte wurde die Wachswalze immer weiter zurückgedrängt, bis ihre Produktion 1929 eingestellt wurde.
Die Edison-Walzen, benannt nach ihrem Erfinder Thomas Alva Edison, sind im Standardformat etwa 10,5 cm lang und messen etwa 5,1 cm im Durchmesser. Sie haben eine Materialstärke von etwa 5 mm und sind hohl. Das Innere einer Edison-Walze ist konisch geformt, damit diese auf den Träger geschoben werden kann, ohne nachher zu verrutschen. Es gibt hiervon viele Abweichungen und Sonderformate anderer Hersteller wie die Walzen von Columbia oder Pathé. Hergestellt wurden die Walzen zunächst aus einem bräunlichen Wachs, dessen Bestandteile sich immer wieder leicht unterschieden. Es wurden hierfür verschiedene Wachssorten oder auch Harze, sowie Natronseife verwendet.
Die Aufnahme erfolgt über einen Trichter, der den Schall auf eine Membran leitet, die mit einem Stift auf die rotierende Walze schreibt. Zur Wiedergabe wird die rotierende Wachswalze mit einem abgerundeten Diamanten oder Glasball abgetastet. Dieser Glasball leitet die Schwingungen an eine Membran aus Glas, Glimmer, Kupfer oder Aluminium, die wiederum den Schall erzeugt. Über den Trichter wird der Schall an die Umgebung geleitet. Je nachdem, ob Sprache oder Musik aufgezeichnet wurde, lag die Abspielgeschwindigkeit zwischen 80 und 144 U/min. Die Geschwindigkeiten wurden oft fließend variiert (z. B. 136 U/min). Erst ab 1902 gab es eine einheitlich genormte Geschwindigkeit (160 U/min) für Walzen, die auch weitgehend eingehalten wurde.
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